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.

der hật gevohten mit beiden und Crichen in manegem rich.'
‘ist her kûne, daz iût im not: den bestet von Bern her

Diterich.'
D 1075 — 1079:
"Wer bestot mir Sifrit, ein kúnig uz Niderlant ?
Der fúeret zwelf swert, eines ist Balmung genant;
Er vichtet umb min dochter, daz wissent sicherlich.'
‘Den bestot min herre, von Berne her Dieterich.'

VI blatt.

Vorderseite: 180 ysulit tobye zwyestowany

fynoltowy hrosny rany 180 ob dir bekannt sind die furchtbaren wunden Rienolds

D 1079-1081:

'nehten ist worden wunt
Rienolt uff der warte: ist dir daz út kunt?

Rückseite:
poyde knyemu dotey swady
Dat mw (ranw) lokte zhlwby

. . geht zu ihm in den kampf,
schlägt ihm eine ellentiefe (wunde). . . .

Ich lasse noch text und übersetzung derjenigen ganz kleinen streifchen folgen, die namen enthalten oder sonstige anknüpfungspuncte bieten, wobei ich die zahlen beibehalte, mit denen sie herr Patera bezeichnete.

5.

Vorderseite:
Wolfart czy syed

Wolfhart setzte sich, 185 pak przygidechu

185 dann kamen sie Rückseite: leer.

6.

Vorderseite:
Hylbrant wecze hylznu (?) Hildebrant sagte:
... de proty nyemu

geht gegen ihn
Rückseite:
bozye otpustyeny

gottes verzeihung
do woyska boa

in den kampf jagend.

.

.

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20.

Vorderseite: 190 Ten ma mecz yens

190 der hat ein schwert, welches.. (Poydelyt) snym ge ..

geht er mit ihm ... Rückseite: leer.

.

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.

7.

Vorderseite:
Nykaz by zyw snym

keineswegs mit ihm lebend... Hylbrant wecze kraly

Hildebrant sagte dem Rückseite: leer.

nig ...

19.

Vorderseite: yaz mladych o kytyczy . 195 ich will mit den jungen um

den strauss. 195 y wlozye knyeze dyet- und im gefolge des fürsten rzyech(a) ...

Dietrich
Rückseite: leer.

13.

Vorderseite:
Rzkucz nezbudes

sagend:
zbawyrflyr nas brat(rze)

erlösest du uns, bruder... Prag.

K. W. TITZ.

NEUE BRUCHSTÜCKE DES EDOLANZ.

Seit ich in einer vorlesung Scherers (7.7.69) zuerst vom Edolanz hörte und wie schade es sei dass wir nur ein fragment des interessanten gedichtes besässen, war es ein gegenstand meiner stillen sehnsucht, weitere bruchstücke zu erlangen. so oft mir ein pergamentblatt mit versen in die hand kam, ward der wunsch aufs neue lebendig, es möchte gerade aus diesem epos sein. bisher waren meine bestrebungen erfolglos. auch befreundete stiftsherrn des klosters Seitenstetten haben vergebens nach weiteren resten der hs. geforscht, von welcher Hoffmann von Fallersleben dort ein bruchstück gefunden und in den Altdeutschen blättern ii 148 ff herausgegeben hatte. neulich reichte

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mir mein freund Schauenstein ein wolverwahrtes blatt, das er von dr Bogensberger erhalten hatte, demselben liebhaber altdeutscher poesie, welchem ich schon das fragment des gedichtes über die zerstörung von Accon (Sitzungsberichte der Wiener academie xcvui 783 ff) verdanke. die güte des besitzers hat auch diesen fund wissenschaftlicher benutzung übergeben. das fragment, ebenfalls aus Strassburg in Kärnten stammend, gehörte zu einer Edolanzhs. es ist ein doppelblatt aus pergament, 15,5 cm. breit, 22,5 cm. hoch, die seite mit zwei spalten à 32 zeilen, spätestens im anfange des XIV jhs. beschrieben. die majuskel am anfang der verse istrot durchzogen, die abschnitte beginnen mit grossen roten initialen, welche klein schwarz vorgezeichnet waren. das stück hatte zur decke eines buches dienen müssen und war deshalb auf der innenseite ganz mit papier überklebt, Schauenstein reinigte es sorgfältig, und auch hier erwies der leim sich als würksamer schutz der buchstaben: diese vier spalten sind vortrefflich conserviert. dagegen war die verwendung als buchdecke gar nicht die erste schädigung der aussenseite des blattes; die unter 1ab quer angesetzten grossen buchstaben des xvii jhs.

Hau der

m

en war.

wovon ich die ersten zu Haubtprotocoll ergänze, beweisen dass in gemeinschaft mit einem anderen, wahrscheinlich derselben hs., unser fragment vorher noch als umschlag eines folioheftes verwendet wor

im ersten oder zweiten falle wurde das doppelblatt in der mitte gebrochen, durchgerissen, und so erklärt es sich dass in 1 ab eine grosse menge von zeilen nur kümmerliche spuren hinterlassen hatte, besonders aber 4a teilweise ganz abgerieben war. bei widerholter anwendung von reagentien und nicht ohne mühe vermochte ich auf 1ab so ziemlich alles zu erkennen, auf 4ab ist eine zeile vollständig verschwunden, aber das übrige ist, allerdings nicht zweifellos, eruiert worden.

Ich gebe nun zunächst einen abdruck des stückes. fortgelassen habe ich die reimpuncte, die ohne regel gesetzt sind, s zu s, j zu i, v zu u umgeschrieben; sonst ist die widergabe der hs. genau. die interpunction rührt von mir her.

19 Her ab von himel dræt,

daz vewer also wæt

ob dem streit enpor.

der vloch, der hielt dem vor, 5 dirre was geslagen nider,

jener half dem wider,
der wart hin gedent,
vil maneger nach ment

mit herten slegen groz.
10 manech huert und stoz

geschach ze peden seiten da.
Edolanz aber sa
traib seu hin wider

und valt ir vil da nider.
15 die liechten panier

und di reichen zimier
wurden in getrettet
und unsamft enphettet.

maniger schrei sin krei.
20 etleiches amei

wart da gesert
und ir vreud gar verchert
von ir liewen manne.

Edolanz seu von danne
25 dranch, si muesten entweichen.

er rait so mænleichen
ze allen zeiten durch di hert,
wan daz in sein harnasch nert,

er biet den tot erzaiget.
30 ez ward aver im genaiget

also vil der sper
und der swert michel mer,
da si beschuten mit,

1b

ich wæn ie so manech smit 35 gesluech auf einen anpoz.

di slege di waren groz.
er muest ir vil verschraten
und valt auch manigen taten,

e daz er also strit
40 daz er an ir danch hin rit.

17 unsicher

30 im unsicher

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dem helt chomen mær
daz deu stat war
oben nachen gewunnen.

in was da nach zerunnen
45 der wer an der andern seit.

er chom an der zeit.
chlinch und chlingel
hert er an der zingel.

da jach manech purger wert,
50 deu stat wær unernert,
wær er in nicht pald chomen.

den haiden wart genomen sein swert, der schilt zer

swaz er der veint viench
55 di muesten alle

er wart vor in allen
ein entweich hin dan
unz daz tor wart zu getan,

daz man plies di her horn.
60 paideu hinten und vorn,

swa si warn zevar,
daz er sich gar
mit herwerg leit

hin dan wol veldes p..
2a 65 si heten schaden enphunden

von gevangen und von wunden,
des fuern si an ir gemach.
da der schad in geschach,

zu rait der catani,
70 der tenebrach und der tsampani

komen alle dri.
in chom geriten pi
den ez sam was ergangen.

wol achzechen gevangen
75 di prachten in di stat

ir vianz, als er pat,

45 falsch eine rote initiale

56 vor unsicher, wol die ganze stelle corrupt

64 der buchstabe nach p hat oberlänge; ob l oder h weiss ich nicht

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