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glaube aber nicht dass der erste, sondern dass der drittletzte buchstabe des wortes zu ändern ist. ich schreibe upgengra von dem bei Grein in dem hier vortrefflich passenden sinne caducus belegten adj. ubgenge. die übersetzung transitory kann dann bleiben.

18. 187, 3 f manige gear syndon agan nu, seoppan ure bisceopas geond eal Romana rice an to me gewreoto sende usw. die übersetzung since our bishops through all the Roman empire sent me a letter lässt das án hinter rice ganz ausser acht und nimmt ausserdem an dass das prädicat trotz des pluralen subjects im singular stehe. sachlich bedenklich ist ausserdem dass dem Petrus die bekehrung des Paulus (darum handelt es sich an der stelle) von allen bischöfen im Römerreich mitgeteilt worden sein soll. ich glaube dass sich der schreiber durch ure, das er für den nominativ plur. nahm, hat verführen lassen bisceopas statt bisceopa, das von dn abhieng, zu schreiben, dann aber ohne den widerspruch zu merken treu seiner vorlage folgte: 'von den bischöfen, die wir über das ganze Römerreich hin haben, einer.'

19. 187, 26. Petrus erklärt ic geseo minne Crist cigendne me ond Paulus. Nero wundert sich, wohin die beiden denn gegen seinen willen gehen könnten. da antwortet Petrus: 'þyder, Þe unc mon laþap ond cegħ uncer drihten.' in der übersetzung wird mon nicht beachtet: "Whither our Lord inviteth and calleth

es ist allerdings zu streichen, aber warum wird das nicht ausdrücklich bemerkt?

20. 189, 30. Nero erklärt dem Agrippa, es sei nötig dass man Petrus und Paulus töte, ond mid irenum þislum ond ordum hie man slea in anre stowe for niman mid witum. die citierten worte werden übersetzt: and that they should be slain with iron poles and swords in a certain place, and be caused to perish with tortures. der übersetzer hat wol forniman als ein wort genommen, aber wie er sich die construction dachte, ist nicht klar. auch das glossar gibt keine auskunft. ich vermute dass für for niman zu lesen sei for manum.

21. 191, 28. der schon am kreuze mit den füssen nach oben hängende Petrus empfiehlt seine herde Christus: ic befæste þe nu þæt eowde, þæt þu me sealdest, þæt hie ne oncneowon, þæt hie buton me béon, pa þe habban. þurh þe ie þys eowde styran ond rihtan, nu ne mæg. der punct vor þurh steht in der hs., und von demselben an wird so übersetzt: Through thee I (was 2. F. D. A. neue folge XIV.

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us.'

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able) to control and to direct this flock, [but] now am unable to do so.

es ist unnötig zu zeigen dass die überlieferten worte diesen sinn nicht haben können. ich streiche das Morrissche komma vor nu, verwandle den punct vor þurh in ein komma und þurh selbst in peah.

22. 203, 4 be þara hæþenra manna fleame [8] ond- fylle. eckige klammern zeigen bei Morris ergänzungen an. aber es ist nichts zu ergänzen. die vermisste conjunction ist ja in dem ond vorhanden, das von ihm fälschlich mit dem folgenden fylle zu einem ganzen vereinigt ist. im glossar fehlt sowol fyll als auch ondfyll.

23. 205, 7 f. mit unrecht hat bier Morris die interpunction der handschrift beibehalten.

es ist ein punct hinter beeodan zu setzen und dann zu lesen: hie pa hæfdan miccle lufan ond geleafan to þære ciricean ond eac healico ondrysnu, þa leode. die hs. hat einen punct hinter ciricean und einen grossen anfangsbuchstaben in dem folgenden ond. es schwebt dann aber healico ondrysnu vollständig in der luft. freilich in der übersetzung heisst es: 'And a great fear also came upon the people', es wird also ein durch kein wort des textes gerechtfertigles came upon frischweg eingeschoben. Ondrysnu muss nach unserer stelle wegen healico plur. neutr. sein, während das wort an der einzigen anderen stelle, aus welcher. ich es mir angemerkt habe (Cur. past. 385, 16 he wolde dæm fortruwodon monnum andrysno halwendes eges on gebrengean), auch fem. sein könnte.

24. 211, 14 f be đon halgan life ond fordfore þæs eadigan weres Sancte Martines, de we nu on anweardnesse his tid weorđiad. der relativsatz wird übersetzt: which we now at this present time are celebrating. dabei wird vor allem his vor tid ignoriert. de ... his gehört zusammen — whose; also whose feast we now at present are celebrating.

25. 215, 3. der von dem nackten bettler angegangene heilige Martin nyste peah hwedre, hwæt he him don sceolde, fordon he naht elles, buton his anfealdne gegyrelan. die übersetzung because he (had) nothing else usw. ist unzweifelhaft dem sinne nach richtig. Älfric Hom. 2, 500 braucht von derselben sache die folgenden worte: đa næfde Martinus nan ding to syllenne pam nacodan dearfan ... buton his gewiedum. ich glaube aber nicht dass an unserer stelle næfde einzusetzen ist: der ausfall erklärt

sich am ehesten, wenn ursprünglich vor naht stand ndhte, welches in derselben homilie 223, 13 vorkommt.

26. 217, 21 pa he pa, Sanctus Martinus, pæt geseah, bæt þa odre broďor ealle swa ûnrote ymb þæt lic utan stondan, þe [im glossar richtig zu pa gebessert] weop he usw. die übersetzung lautet: when St. Martin saw that, and all the other brothers, all so sorrowful, standing about the body, then he wept usw., als wenn ond statt þæt hinter geseah stünde. ich zweifle nicht dass stondan in stôdan zu verwandeln ist (vgl. nr 10): der schreiber hat stôdan als stödan genommen.

27. 219, 5 v. u. he hwepre næfde þæt mægen ond þa foresetenesse his munuchades anforlet. næfde ist vielleicht nur ein druckfehler statt næfre, das auch die übersetzung vorauszusetzen scheint.

28. 225, 6 on his bisceopscire. schon die randbemerkung zu dem letzten worte: 'so in MS.' zeigt dass Morris die richtigkeit desselben bezweifelte. im glossar wird es ausdrücklich als statt bisceopscipe verschrieben bezeichnet. ich weiss nicht, ob das letztere irgendwo vorkommt, aber jedesfalls ist an unserer stelle nicht zu ändern: bisceopscir könnte man unbedenklich auf grund dieser stelle allein ansetzen, es ist aber obendrein schon bei Ettmüller (freilich mit falschem nominativ: vgl. Anz. i 13 f) belegt.

29. 227, 9 his mod wees aheard ond gefeonde on drihten. aheard wird durch firm übersetzt und im glossar als part. pass. erklärt, was es unmöglich sein kann, da das ae. vor rd keinen rückumlaut kennt. es ist á heard zu trennen. ich will bei dieser gelegenheit hinzufügen dass auch sonst auf richtige trennung nicht die wünschenswerte sorgfalt verwendet worden ist. dass statt abutan oder abuton immer a butan (buton) zu schreiben sei, wird allerdings im glossar bemerkt. aber es muss zb. auch stets heissen to cwep (nicht tocwep oder to-cwæþ; vgl. das glossar s. v.); nicht onguldon (221, 3), sondern on guldon usw.

30. 227, 20 sinite, fratres, sinite, cælum potius respice. der sinn und die ae. übersetzung zeigen dass respicere statt respice zu schreiben ist. cruenda in dem bald darauf folgenden lateinischen satze ist natürlich in cruenta zu verwandeln.

31. 229. der anfang und der schluss der homilie für den festtag des heiligen Andreas ist, da das Blickling ms. unvoll

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ständig ist, einer Cambridger hs. entlehnt worden. in der vorrede xv heisst es zwar nur: There is a homily resembling that in the Blickling MS. ...in MS. CCC. S. 8. hom. 71, aber die beiden homilien sind in der tat identisch, wie schon Goodwin The Anglo-Saxon legends of St. Andrew and St. Veronica s. v gesehen hat. Goodwin setzt die Cambridger aufzeichnung gegen ende des 10 jhs. ich möchte wegen einzelner formen meinen dass die hs. nicht lange vor dem ende des 11 geschrieben worden ist: man vgl. zb. heorta 229, 13 st. heorte, myclen 229, 12 st. myclum, das häufige geleofan st. gelyfan, wolc 245, 30 st. wolcn, ondrodon st. ondredon 247, 16; vor allem aber den acc. plural brepere bei Goodwin s. 4 statt des bropor im Blickling ms. 231, 4. Morris hätte sich übrigens der Cambridger hs. nicht bloss zur ergänzung der lücken, sondern auch zur verbesserung von fehlern seiner hs. bedienen sollen. auffallend ist es dass die übersetzung bei ihm auch an stellen, die in seiner hs. verständlich sind, öfter die lesart bei Goodwin voraussetzt, wie sich im folgenden zeigen wird: doch liegt mir die absicht fern alle fälle zu erwähnen.

32. 229, 28 ond drihtnes stefn was geworden to him on þæm leohte wird übersetzt and the Lord's voice was in the light in wörtlicher übereinstimmung mit Goodwins übersetzung, in dessen text die worte geworden to him fehlen. bald darauf heisst es bei Morris: se eadiga Matheus þa lociende geseah drihten Crist; ond eft drihten wæs cwebende, was übersetzt wird: then Matthew looking, beheld the Lord Christ; and again the Lord's voice said. ebenso lautet, nur mit weglassung des then, die übersetzung bei Goodwin, in dessen text freilich se eadiga fehlt und für das zweite drihten zu lesen ist drihtnes stefn. – im folgenden werde ich hinter ‘M.' immer den text bei Morris, hinter ‘üb. die übersetzung bei Morris und eventuell die abweichungen der übersetzung bei Goodwin in eckigen klammern, endlich hinter "G.' den text des letzteren geben. 231, 25 M. forđon þe, min drihten, se sipfæt is þyder to lang. üb. for the way thither is too long. G. forpon se sidfæt is þider to lang. — 233, 23 M. Se halga Andreas þa astag on þæt scip mid his discipulum ond he gesæt be þæm steorrepran pæs scipes. üb. the holy A. ascended into the boat, and he sat before the steersman. G. Se h. A. astah on Þ. sc. and he gesæt beforan þæm steorrebran (ohne zusatz). — 235, 3 v. u. M. ne gefyrenodest þu nan wuht,

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ah, fordon du cwæde, þæt þu hit ne mihte on drim dagum hider gefaran, forþon ic þe swa æteowde. üb. thou didst no whit sin; but for this cause I did it, for that thou saidst that thou couldst (mightest] not journey to this place in three days. Therefore I so appeared to thee. G. nænig wuht þu gefirnodest, do forþon ic swa dyde, forpon þu swa cwæde usw. - 237, 1

, M. swa hræt swa me licad. üb. as it pleaseth (liketh] me. G. swd swd me licađ.

33. die angeführten stellen beweisen dass die übersetzung Goodwins bei der hinübernahme in die ausgabe von Morris nicht hinlänglich dem ab und zu abweichenden texte des letzteren angepasst worden ist. in allen diesen fällen gibt auch das Blickling ms. einen erträglichen sion. an vielen stellen aber ist dieses verdorben: dass an diesen die übersetzung Goodwins beibehalten wurde, ist vollständig berechtigt: nur hätte Morris auch seinen text nach dem seines vorgängers bessern sollen. 1 er beruft sich aber nicht einmal an den wenigen stellen, wo er einen schreibfehler seiner hs. verbessert, auf die andere. unverbessert aber hat er die folgenden fehler gelassen. 233, 3 hwyder wille feran .? es ist ge hinter wille einzuschieben. vgl. G. s. 6 hwider willad ge faran ...? 233, 3 v. U. M. drihten hælend him to cwcp þæm. üb. the Lord Jesus said to the holy Andrew. G. drihten hælend him to cwed, to pam halgan Andrea. 235, 18 M. da se morgen geworden wes beforan Mermedonia ceastre, ond his discipulos đær slæpende wæron mid him. üb. when the morning was come, the holy Andrew lay before the city of Marmadonia, and his disciples asleep with him. G. þa se mergen geworden wæs, þa se haliga Andreas licgende wes beforan Mar madonia ceastre usw. 235, 4 v. u. M. forđon ic þe ongeat. üb. in that I knew thee not. G. forþon ic pe ne ongeat.

34. für die aus der Cambridger hs. bei Morris ergänzten partien ist diese selbst eingesehen worden, 2 wie sich daraus ergibt dass, während in Goodwins text nach dem früher öfter beliebten princip 'a very few silent corrections have been made of

1 unnötig ist wol 235, 7 statt des gefeoh der Blickl. hs. geseoh, das Morris vorschlägt und die Cambr. hs. gibt, zu lesen. vgl. den Verceller Andreas 916 f wes bu, Andréas, hål mid þás willgedryht, ferà geféonde.

2 doch sind die aufgelösten abkürzungen hier dem brauche der EETS zuwider nicht durch cursiven druck bezeichnet worden.

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