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des Problems aus dem herrlichen Ebenmaß und der stillen, stets gleichen Plastik, die in der gesammten Darstellung waltet, aus der immer ruhigen Geistesmajestät, die auch das Schwierigste gleichsam spielend erledigt.

109) Bestmann, Geschichte der christlichen Sitte. 1885. 2, 688.

110) Best mann a. a. D. 2 V-VI.

111) Joh. 10, 16. Jes. 54, 3 f. Jerem. 31, 7. Mich. 5, 4 f. Gal. 3, 28. Apgesch. 15, 15-20. Zu Ihm werden sich, aus Wölfen Schafe geworden (Luk. 10, 3), auch die Reste (Jes. 10, 21; Jerem. 15, 11; 23, 3; 31, 7; Mich. 2, 12; Röm. 9 27) seiner Gegner sammeln müssen. Denn wenn die in sich selbst verstrickten Hauptführer zusammengebrochen sind und alles Frdische als lezthin unzulänglich sich herausgestellt hat, wo sollte das Unzulängliche Ereigniß werden, wenn nicht in Ihm, dem, ,ältesten Freunde der Kinder Adams' (Clem. Alex.), in Jhm, der als Gottmensch die wesenhafte Vollendung der menschlichen. Natur ursächlich und abgeschlossen in sich trägt?

112) Ritter, Gesch. der Philosophie alter Zeit (2) 1, 24-25.. 113) Ritter a. a. D. 1, 30.

114) Thomas, Expos. in libr. Job, prolog.: Sicut in rebus, quae naturaliter generantur, paulatim ex imperfecto ad perfectum pervenitur, sic accidit hominibus circa cognitionem veritatis. Nam a principis parum quid de veritate attigerunt, posterius autem quasi pedetentim ad quandam pleniorem mensuram veritatis pervenerunt: ex quo contigit, multos propter imperfectam cognitionem circa veritatem errasse.' In den beiden. Summen finden sich ähnliche Andeutungen a. v. O.

115) 1 Cor. 3, 22.

116) 1 Cor. 8, 6.
117) 1 Cor. 15, 28.

118) 2 Cor. 5, 17.
119) Ephes. 1, 9—10.
120) Coloff. 1, 17-20.

121) Röm. 8, 32. Vgl. Röm. 8, 28; Hebr. 1, 3; 2, 8. 122) Man lese nur M. Aurel., tãν лoòs εανtór 5, 33

oder Seneca, qu. nat. 3 a. E. oder Plin. Sec. cp. 7, 20. Die vollständigsten Angaben bei A. M. Weiß, Apologie des Christenthums, apart, die Entstehung des Christenthums.

123) 2 Petr. 1, 4.

124) Joh. 14, 6; 15, 5.

125) Behringer a. a. D. 152.

126) Marc. 10, 45; Luk. 22, 26. 27. - Schell hat in dieser Sache den kühnen, aber sehr wohl zu behauptenden Satz, Katholische Dogmatik 3, 1 S. 23:,Die Schöpfung, welche an sich nur befähigt ist, dienend und gehorsam das Grundgeseß jeder Schöpfung hinzunehmen und zu erfüllen, wird im Gottmenschen ihr eigener Grund und Endzweck; ihre freie Selbstthätigkeit erhebt sich von der bereitwilligen Hingabe an das höchste Gut durch Benutzung der empfangenen Gnadenkräfte dazu, daß sie selbst die übernatürliche Ordnung, ihr Gesetz und die Gnadenkraft dazu selbstthätig begründet; im Gottmenschen wird die Schöpfung selbst zum Endzweck, sie giebt sich selbst ihr höchstes Grundgesetz und die Gnadenkraft zu dessen allgemeiner Erfüllung. Durch die Menschwerdung wird selbst das, was Gottes Vorrecht ist, Gnadenspender, Gesetz und Endzweck der Welt zu sein, in denkbar höchstem Sinne die Errungenschaft der geschöpflichen (gottmenschlichen) Selbstbethätigung. Das aber ist das Grundgesetz, welches aus allen Zügen der thatsächlichen Weltgestaltung spricht: Was das Geschenk von Gottes freier Gnade ist, soll so gut als möglich auch die Errungenschaft der geschöpflichen Selbstthätigkeit sein. Dieses Grundgesetzes höchste Erfüllung ist die Menschwerdung Gottes; das ist ihre tiefste Congruenz.' Und S. 22 in bemerkenswerther Tiefe: ‚Die königliche Herrscherwürde Gottes fordert die hierarchische Ordnung der Geschöpfe zu einem Gottesstaate: eine Hierarchie der Aemter, der Zwecke, der Ereignisse, um aus dem räumlichen und zeitlichen Weltganzen eine Theokratie zu machen. Gott ist nicht ein Endzweck, der erst in dem Abschluß zur Geltung kommen darf: die Entwicklung muß nicht minder eine Offenbarung seiner Herrscherwürde sein. Gott ist auch in dem Sinne Urheber und Anfang, daß die Entwicklung niemals von seinem Herrscherthrone wegführt. Daher muß das Ganze,

der Inbegriff von Entwicklung und Vollendung die Herrschaft Gottes im Weltsystem zum monumentalen Aufbau bringen. Was war in einer solchen Weise geeignet, für diesen Aufbau der Gottesstadt alle Kräfte und Zeiten in Anspruch zu nehmen, und ihn zugleich bis zur Höhe seines Zieles (Gott Alles in Allem) hinaufzuführen, wie die Menschwerdung in der Fülle der Zeiten, wie der Gottmensch, in dem der Mensch Gottes ist und die Fülle der Gottheit im Fleische wohnt? Der Gottmensch als Krone und Typus des Weltalls ist das ebenbürtige Mittel, um die Gesammtheit aller Zeiten und Wesen, der Körper- und Geisterwelt, der Bereitwilligen und Widerspenstigen in einer ihrer Eigenart angemessenen Mannigfaltigkeit und mit gotteswürdiger Jnnigkeit und Stärke zum hl. Eigenthum Gottes, zum Tempel seiner Herrlichkeit und zum Reiche seiner Alleinherrschaft zu machen. Der Gottmensch, in der Mitte der sichtbaren und unsichtbaren Welten stehend, in der Fülle der Zeiten erscheinend, bestimmt die Weltordnung und Weltentwicklung als allbeherrschender Mittelpunkt: denn die obere wie die untere Welt muß zu ihm hingewandt sein; die Vergangenheit muß seine prophetische Vorbereitung, die Zukunft seine apostolische Jüngerschaft sein. In realer und idealer, in rationeller und mystischer Weise strebt die Menge thätiger Kräfte der Erfüllung dieses Geheimnisses zu und strömt von ihm aus, um es in der ganzen Welt als dem Leibe Christi zu verwirklichen: damit Gott das Haupt Christi, so Alles in Allem werde, wie er es in dem Gottmenschen vollkommen ist." 127) Ephes. 4, 13. Vgl. hiezu Joh. 1, 16; Ephes. 3, 19. 128) Jes. 54, 11-17.

129) Luf. 4, 19; Jes. 61, 1.

130) Matth. 12, 18; Jes. 42, 1.

131) Marc. 1, 12; Luf. 4, 1. 14.

132) Matth. 11,25; Joh. 8, 28. 38; 12,49-50; 14,9; 15, 15. 133) Jej. 49, 1-4.

134) Matth. 8, 22; 9, 9; 19, 21. Marc. 8, 34. Luk. 18, 22. Joh. 8, 12.

135) Matth. 21, 24. 44. Marc. 12, 10. Luk. 2, 34. Vgl. Röm. 9, 33.

136) Joh. 14, 6; 18, 37.

137) Joh. 1, 9; 8, 12; 12, 46. 6, 35-59.

138) Matth. 11, 27; 23, 10. Joh. 13, 13.

139) Matth. 19, 17: der Eine und Gute; Luk. 20, 38: das Leben; Joh. 3, 33: der Wahre; 4, 24: Geist; 5, 17: rein thätig. Vgl. Joh. 6, 58; 17, 3.

140) Joh. 10, 15. 20; 14, 9.

141) Joh. 1, 14-17.

142) Matth. 7, 28-29.
143) Matth. 24.

144) Luk. 2, 40. 52.

145) Tho. passim.

146) Matth. 24, 35. Luk. 4, 4; 7, 7; 11, 28. Joh. 1, 1-14; 5, 24; 6, 64; 12, 47; 14, 10. Röm. 9, 6. 28. (ja ein kurzgefaßtes Wort wird verwirklichen der Herr, auf Erde'); 13, 9. Ephes. 6, 17 (,Schwert des Geistes). 1 Tim. 4, 6; 2 Tim. 2, 9; 1 Petr. 1, 25. Hebr. 4, 12: ‚Denn lebendig ist das Wort Gottes, und wirksam, und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Fugen und Mark, und Recht sprechend über Gedanken und Begehrungen des Herzens.

147) Joh. 8, 32. Ps. 143, 2.

148) Röm. 8, 21.

149) 2 Cor. 3, 17.

150) Du Bois-Reymond, Ueber die Gränzen des Naturerkennens (4) 1876; Die sieben Welträthsel 1880.

151) Virchow, Die Freiheit der Wissenschaft. Rede, geh. am 22. Sept. 1877. S. 11-12.

Virchow behält mit der Anschauung, wornach die üppigwissenschaftliche Scheinentwiklung des Socialismus den Hypothesen des Darwinismus zur Last fällt, doch Recht auch gegenüber den jüngsten Einsprüchen H. E. Ziegler's, der in einer eigenen Schrift ,Die Naturwissenschaft und die socialdemokratische Theorie (Darwin und Bebel)', Stuttgart. 1895 Rettung der Darwinistischen Naturwissenschaft vor den Bebel'schen Anwendungen und Ausbeutungen versuchte. Gewiß hören wir

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eine

aus dem Munde des Freiburger Gelehrten sehr gerne, daß auch die Descendenztheorie sagen muß:

a) mit nichten sei, wie Bebel erklärt, die Frau in der Urzeit in Körpergröße und Kraft, in Denkgewalt und Charakter dem Manne gleich gewesen, sondern die specifischen Eigenschaften der Frau seien ursprüngliche, grundgelegt nämlich in dem Naturamte der Mutter, das zum Frommen des weit mehr von der Mutter als vom Vater abhängigen Nachwuchses mehr Gefühl denn kritischen Verstand erheische;

b) in unversöhnlichem Gegensatz zur socialdemokratischen Annahme der Promiscuität stehe der übrigens nicht erst vom Darwinismus geführte Nachweis, daß alle höheren Thiere eine strenge, meist monogame Ehe bevorzugen, welche recht oft nur mit dem Tode sich löse; grade damals in den Urtagen, als der Mensch sich von seinen Instincten noch voll ergreifen ließ, habe er ein Naturgesetz nicht zu durchbrechen vermocht, das für die meisten Vögel und Säuger gelte;

c) die Erwartung Bebel's, daß in der socialistischen Bevölkerung die Volksvermehrung durch geeignete Wahl der Nahrung u. s. w. geregelt werden könne, sei von naturwissenschaftlichem Standpunkte aus unhaltbar bis zur Lächerlichkeit;

d) was das persönliche Eigenthum betreffe, finde die Descendenztheorie Eigenthumssinn schon bei verschiedenen Thieren insinuirt oder entwickelt, das Privateigenthum zähle sie unter die unerläßlichen Vorbedingungen der Civilisation';

e) der Staat sei nicht erst der Sicherung des Privateigenthums wegen entstanden, auf ihn zeigen die uralten Hordenbildungen vieler höheren Thiere zum Zweck größerer Stärke aus Vereinigung;

f Bebel verfalle einer unerträglichen Täuschung, wenn er die Menschen als anfänglich gleich unterstelle: Gleichheit sei etwas, was es in dem Reich der Organismen überhaupt nicht gebe, alle Naturwesen, auch die derselben Art, bilden nach eigenschaftlichen Bestimmtheiten und Instincten Besonderheiten, die nie ihresgleichen hatten und nie sich wiederholen.

Aber diese auszugsweise gegebenen Punkte der Abwehr

Englert, Thomas' Lehre von der Gnade Christi.

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