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sich aber das Werk auffallend von anderen Reisebeschreibungen unterscheidet, ist der philosophisch-speculative Ton des Vortrages in allen Angelegenheiten, in denen es sich um die Wechselwirkungen zwischen Schauplatz und Geschichte, zwischen der Scholle und ihren Bewohnern handelt. Man nimmt allerorts wahr, dass der Autor gründliche Vorstudien gemacht hat, jeden Raum der geschilderten Gebiete aus eigener Anschauung kennt und seine Bausteine zu einem soliden Bau zusammengefügt sind. Da das Werk «Die Adria» so trefflich gerathen ist, wird es sicher eine Zierde auf dem heurigen Weihnachtstische werden.

Adrian Balbi's

75 Pf. I Frc. 45. Kop., oder in IX Abthei

Allgemeine Erdbeschreibung. Ein Hausbuch des geographischen Wissens für die Bedürfnisse aller Gebildeten. Siebente Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Josef Chavanne. Mit 400 Illustrationen und 150 Karten. In 45 Lieferungen à 40 Kr. lungen à 2 fl. 3 M. 75 Pf. 5 Frcs. =2 Rub. 25 Kop. (A. Hartleben's Verlag.) Von diesem vortrefflichen Handbuche der Erdkunde sind soeben die Lieferungen 11 bis 16 ausgegeben worden. Den Inhalt dieser prächtig ausgestatteten, ungemein reich illustrirten 6 Hefte (sie enthalten nicht weniger als 28 Vollbilder, 18 halbseitige Illustrationen und 28 Textkarten) bildet nächst der Topographie der deutschen Reichslande Elsas-Lothringens hauptsächlich die Staatenkunde der österreichisch-ungarischen Monarchie, womit auch der I. Band des Werkes seinen Abschluss findet. Das geographisch-statistische Bild derselben ist, soweit ein solches in den Rahmen einer allgemeinen Erdbeschreibung passt, ein erschöpfendes. Namentliche Bereicherung haben die Abschnitte über die Bodengestaltung und das Flussnetz, über das Klima, über die Industrie des Doppelstaates erfahren. Alle Angaben über die Bevölkerung und Nationalitäten der Monarchie beruhen auf den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. Dec. 1880. Das vollständige Verzeichniss aller Ortsgemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern für Cisleithanien und jener mit mehr als 5000 Einwohnern für die jenseitige Reichshälfte bildet eine schätzenswerthe Beigabe und ersetzt fast ein topographisches Lexikon. Von grossem Werthe sind die zahlreichen Textkarten, welche zumeist im Massstabe der Generalstabskarte, jedoch übersichtlicher gehalten, die Hauptstädte der einzelnen Kronländer zur Darstellung bringen. An Oesterreich-Ungarn schliesst sich das Fürstenthum Lichtenstein und als Nachtrag zum deutschen Reiche enthält noch der I. Band die neue GerichtsOrganisation in den Staaten Deutschlands. Den II. Band eröffnet die Landesund Staatenkunde der schweizerischen Eidgenossenschaft. Diese Lieferungen von Balbi's Erdbeschreibung werden nicht verfehlen, dem ganzen Werke neue Freunde zu gewinnen.

Die in dem Verlage des Missionshauses Steyl bei Kaldenkirchen (Rheinprovinz) erscheinende illustrirte Zeitschrift, die hl. Stadt Gottes wird seit dem 1. October dieses Jahres in kleinerem Formate ausgegeben. Es ist diese Einrichtung getroffen worden, um der Zeitschrift, welche belehrende, religiöse Aufsätze, Unterhaltungs-Lecture und Nachrichten aus den Missionen der Deutschen in China bringt, auch in den Kreisen des kleineren Bürger- und Bauernstandes eine grössere Verbreitung zu sichern. Es wird dieselbe jetzt in 16 Heften jährlich gegen Einsendung von 4 Mark an die Expedition frei zugeschickt. Wie wir vernehmen, ist seit dieser Einrichtung die Abonnentenzahl eine bedeutend grössere geworden. Auch die Auflage des

daselbst erscheinenden St. Michael-Kalenders ist in diesem Jahre um mehrere 1000 Exemplare stärker geworden; von demselben ist eine holländische Uebersetzung erschienen, die sehr guten Absatz

findet.

bereits

viele

150

Aus dem Reingewinne dieser Schriften erlangt schon jetzt das deutsche Missionshaus eine wesentliche Förderung. Bei dieser Gelegenheit wollen wir bemerken, dass die schöne Stiftung sichtlich aufblüht. Die Kirche des Missionshauses ist jetzt im Rohbau vollendet; es werden die Thürme mit Schiefer gedeckt. Dieselbe ist, um möglichst Altäre aufstellen zu können, als eine Doppelkirche eingerichtet. Zöglinge besuchen die Anstalt. 4 Priester wirken schon in China, darunter ein Oesterreicher; bei ihrer ersten Mission meldeten sich 50 In diesem Winter werden Heiden zum Katechumenen-Unterrichte. wieder einige Priester nach China abreisen, um sich ihren dort segensEin Zögling des Hauses, reich wirkenden Mitbrüdern anzuschliessen. der seine Gymnasialstudien beendet hat, studirt gegenwärtig in Bonn Medicin, da er später als Arzt in die Missionen gehen will. So trifft das deutsche Missionshaus mit Umsicht treffliche Anordnungen, um das geistige und leibliche Wohl der Christen in den Missionsländern Dass die deutschen Katholiken der schönen Anstalt zu fördern. immer mehr Liebe und Interesse entgegenbringen, zeigt auch das Aufblühen des Missionsverlags.

D. S.

Deutscher Hausschatz

in Wort und Bild. Illustrirte Zeitschrift. Verlag von Fr. Pustet, Regensburg, Diese vortreffliche New-York und Cincinnati. Jährlich 18 Hefte à 40 kr. illustrirte katholische Zeitschrift hat bereits den neuesten Jahrgang begonnen. Wir haben schon öfter gern Veranlassung genommen, einige die ebenso interessante wie reichhaltige Zeitschrift empfehlende Worte an unsere Leser zu richten und thun dies bei Beginn des neuen Jahrganges gern wieder. Zum Beweise von der Reichhaltigkeit der trefflichen Zeitschrift wollen wir einen kurzen Rückblick auf den vollendeten 8. Jahrgang werfen. Derselbe liefert auf 824 Seiten gross Folioformat 15 Gedichte, 18 Romane und Novellen von bewährten Autoren als Adolf Schirmer, Karl May, Franz v. Seeburg etc. 19 Biographieen u. A. von Fürstbischof Herzog von Breslau, Bischof Kopp v. Fulda, Bischof Räss von Strassburg, Erzbischof Orbin von Freiburg, Bischof Felix von Trier; 93 beschreibende und geschichtliche Aufsätze, darunter eine Darstellung des Verlaufes der 28. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, eine Beschreibung der bayerischen Landesindustrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung zu Nürnberg, Bilder aus Rom, Wien, Berlin, Florenz, London, eine Beschreibung der Gotthardbahn; 22 naturwissenschaftliche und medicinische Aufsätze, darunter treffliche Abhandlungen von dem renommirten Arzt Dr. J. A. Schilling; ca. 200 kleinere Aufsätze unter dem Rubrum «Allerlei», worunter besonders beachtenswerth eine interessante Wochenrundschau über alle bedeutsamen Entdeckungen und Erfindungen, dazu Räthse! und Schachaufgaben. Zur Zierde gereichen dem Bande nicht weniger als 156 Illustrationen, darunter viele wahre Prachtleistungen der Holzschneidekunst, die mit jenen in den besten anderen illustrirten Zeitschriften den Vergleich aushalten. Sie bestehen in Porträts hervorragender kathol. Zeitgenossen, herrlichen Landschafts-, gefälligen Genrebildern, geschichtlichen Bildern, Abbildungen grossartiger Bauten und neuer Erfindungen, Copien berühmten Auch der Humoristik ist in Gemälde, Darstellungen von Zeitereignissen etc.

Erzählungen, kleineren Aufsätzen und Bildern gebührend Rechnung getragen. Der Text ist durchweg von christlichem, sittlichreinem Geiste durchweht, so dass die Zeitschrift unbedenklich jedem Familienmitglied in die Hand gegeben werden kann. Dem Bande ist ein treffliches Prämienbild beigegeben: «Christi Kreuztragung, Oelfarbendruck mit Goldgrund, nach dem Originalgemälde von Prof. Klein in Wien, das jedem Abonnenten gegen Nachzahlung des geringen Betrages von 1 M. 20 Pfg. zugänglich ist. Der Deutsche Hausschatz» hat das grosse Verdienst, aus vielen katholischen Familien die religiös- und kirchenfeindlichen illustr. Unterhaltungs-Journale, die ihr verderbenbringendes Gift in gleissendem Gewande in die kathol. Familien einzuschmuggeln versuchen, verbannt zu haben. Leider gibt es aber immer noch viele Katholiken, welche solche kirchenfeindliche Blätter durch Abonnement unterstützen! Es geschieht dies theils aus Gleichgiltigkeit, theils in der irrigen Annahme, solche Journale böten Besseres und mehr in Bezug auf Texinhalt und Illustrationen. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Deutsche Hausschatz» kann in Bezug auf die Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Texinhaltes wie die Vortrefflichkeit der Illustrationen und der äusseren Ausstattung mit allen Blättern concurriren. Ja wir stehen nicht an, zu behaupten, dass der Deutsche Hausschatz», der eine edle, geistbildende und angenehme unterhaltende Lectüre bietet, desswegen, sowie wegen der sittlichen Reinheit seines Inhaltes, unter allen auf deutschem Boden erscheinenden deutschen Familienblättern den ersten Rang einnimmt. Wer unter den Katholiken daher, sei es aus einem oder dem anderen Grunde, noch ein kirchenfeindliches illustrirtes Familienjournal hält, der verdient keine Entschuldigung, ja er ladet sich eine schwere Verantwortung auf, da er nicht bloss seinen Glauben verläugnet, sondern auch den Glauben und die Sitten seiner Familienangehörigen gefährdet. Es ist das eine falsche Toleranz, wenn wir unserm Gegner, dem Gegner unseres Glaubens und unserer hl. Kirche Eingang in unser Haus gewähren und seine Angriffe nicht nur nicht abwehren, sondern sogar noch unterstützen. Darum hinweg mit derartigen Zeitschriften, verbannen wir sie aus unsern Häusern Das, was sie gutes haben, bietet der Deutsche Hausschatz» auch in reichstem Masse, er hält aber, was die kirchenfeindlichen Blätter nicht thun, Alles fern, was unserer Seele schaden kann. Es ist geradezu eine Ehren-, eine Gewissenspflicht der Katholiken, durch ausgedehntes Abonnement jene Blätter zu unterstützen, welche der gegnerischen Propaganda mit den schwersten Opfern entgegenarbeiten. Bereits liegt das I. Quartal (4 Hefte) des neuen Jahrganges vor und enthält unter Anderem einen hochinteressanten geschichtlichen Roman aus dem letzten amerikanischen Bürgerkriege «Adair» von Adolf Schirmer. Reiseerzählungen von Karl May. Biographie und vorzügliches Porträt des Bischofs Drobe von Paderborn etc. Als Prämie wird dem neuen Jahrgang beigegeben, als Fortsetzung des erwähnten Kreuzweges, der Oelfarbendruck: Jesus begegnet seiner betrübten Mutter», gleichfalls gegen Nachzahlung von nur 1 Mk. 20 Pfg. Wir schliessen indem wir nochmals die treffliche Zeitschrift unsern Lesern zum Abonnement und zur Empfehlung in Freundeskreisen bestens und wärmstens empfehlen. («Neue Augsburger Zeitung.)

Nachtrag zur Trithemius-Literatur.

Als solchen erhielten wir von Dr. Falk aus Mombach zu dessen S. 332 des IV. Heft vor. J. veröffentlichten Artikel Nachfolgendes: In Andreae Crucenacum (Kreuznach) Palatinum cum ipsius satrapia Heidelb. 1784 4. p. 232 findet sich eine vita Trithemii mit der Inschrift sub effigie Trithemii und einer reichen Literatur Angabe zu seinen Werken. In Veit A. F. historia vitae et meritorum Conr. Peutingeri. Augustae V. 1783 p. 87. finden sich die interessanten Worte, welche C. Peutinger in sein Exemplar des Trithemii Compendium Annalium de origine Francorum 1515 schrieb.

Von den theils im Tauschwege, theils zur Besprechung oder zur Anzeige uns zugekommenen Zeitschriften heben wir, im Anschlusse an unsere Anzeige in Heft IV. des III. Jahrg. S. 464, nachfolgende kurze Inhaltsangabe hervor:

Bulletin d'histoire ecclésiastique et d'archéologique religieuse des diocèses de Valence etc. beschliesst mit dem letzten (Doppel-) Hefte (Iuli & Aug.) seinen 2. Jahrgang. Bereits liegen zwei neue Hefte des 3. Jahrganges vor Erwähnung verdienen nachfolgende Artikel: Guillaume Paul: Notice historique... sur le prieuré de St. André de Gap, Battandier: Un prêtre poursuivi. . . la Terreur, épisode de la persécution religieuse de 1791 à 1793. Bréviaire de. Gap de 1499 (Schluss 1882). Les origines du séminaire diocésain de Valence. Documents en patois, des environs d'Aubenas. Echevis religieux Bréviaire d'Embrun de 1489. Das «Bulletin» etc. erscheint alle 2 Monate in Heften von mindestens 3 Bogen. Der Preis zu 3 frcs. pr. Jahrgang ist ein sehr billiger

zu nennen.

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Revue catholique (Heft 9-12, Schluss d. Jahrg.) bringt an hervorragenden Artikeln: Monge de: Le Cid. Pirenne: Des moyens pour l'homme de parvenir à sa fin. Collard: L'apologétique et les sciences orientales; La formation pédagogique des professeurs de gymnase; Mercier: La philosophie de saint Thomas; Monge: La morale de Corneille; Dupont: La prédétermination physique et la doctrine de saint Thomas; Lefebre Le passage de Vénus sur le disque solaire; Néve: Martin Lipsius, savant augustin, ami d'Erasme, etc. überdies in jedem Hefte vorzügliche lit. Referate. Bei demselben Verleger Ek. Peeters in Löwen erscheint zugleich im Anschlusse an diese Revue: (Preis beider Zeitschriften für die Länder des Weltpostvereins 15 frcs. jährlich.)

Le Muséon. Revue internationale. Dasselbe erscheint vierteljährig. Wir erhielten Heft 1-3 incl. Die meisten der hier veröffentlichten Artikel sind philologisch-orientalischen Inhaltes. Einen Bericht werden wir nach Erhalt des Schlussheftes bringen.

Procès: Le refus de

Précis historiques. (Heft 10-12 incl. Schluss d. Jahrg.) Sie enthalten in neuen Artikeln: Weisskopf: Mission de Zambese; sépulture dans l'Église catholique; Claessens: L'ordre Franciscain, l'ordre de Carmel en Belgique; Smedt: Etudes sur la critiqe historique; L'année de la Naissance de N. S. Jésus-Christ; La Réforme du Calendrier Grégorien en Preis dieser gediegenen und reichhaltigen Monatsschrift 6 frcs. für den

1582.

Weltpostverein.

Revista Agustiniana. Vol. IV. Num. 4-6, Schluss des Jahrg. Diese Hefte beschäftigen sich vorzüglich mit dem S. Theresia-Jubiläum. Es finden sich weiter noch an neuen Artikeln: Poesias ineditas de Cervantes; Scriptores Ord. Erem. S. Augustini Germani, Belgae, Bohemi, Poloni et Hungari (enthält nur wenige belanglose Notizen); Sňor Inana Inés de la Cruz; Lanteri: Praecepta Moralitatis atque modestiae regulae etc. Der Preis des Jahrganges 20 fres. ist viel zu hoch.

Einen erfreulichen Aufschwung nimmt der von J. Oswald Moosmüller O. S. B. in Savannah, Nord-America herausgegebene:

Geschichtsfreund. Einem Schreiben desselben zufolge ist die gesammte Auflage von 1500 Ex. vergriffen und soll der nächstfolgende Jahrgang in einer Auflage von 2500-3000 Ex. erscheinen. Wie beschämend zeigt sich hier nicht die Unterstützung, die die Deutschen America's diesem kleinen kath.-historischen Blättchen angedeihen lassen, uns Europäern gegenüber. Wird wohl auch endlich die Redaction der «Studien» eine solche Wendung zum Besseren zur Anzeige bringen können? Die neu erschienenen Hefte 10 und 11 des «Geschichtsfreundes>> setzen die Untersuchung über die Abstammung der Indianer fort, desgleichen den Artikel: «Christliche Schulen und schildern die Negermission in Georgia und

das Fieber. Der Geschichtsfreund», dessen Ertrag der Negermission der Benedictiner in Georgia zu Gute kommt, kostet für Europa (12 Nr. jährlich) 1.25 Mark, man adressire: Rev. Oswald Moosmüller O. S. B. Sacred Heart Church, Savannah Ga. America.

Steiermärkische Geschichtsblätter. III. Jahrgang. Heft 3 ent hält: 1. Zauberer, Hexen und Wolfsbannern. 2. Privilegien steierm. Städte und Märkte. Schlussheft ist uns noch nicht zugekommen. Der Abonnementspreis dieser Quartalschrift beträgt 4 fl.

Der niederrheinische Geschichtsfreund. Nr. 18-23 bringt: Jost: Die Prälaten des Kölner Kunibertstiftes; von dems. Die Kunibertuskirche ferner sphragistische, heraldische Notizen, Auszüge aus Tagebüchern, Literarisches etc. Preis für 24 Nummern jährlich 4 Mark.

Ein ganz neues Unternehmen begrüssen wir auf das freudigste in den Mittheilungen aus dem Stadtarchive von Köln von Dr. Const. Höhlbaum. 1. Heft. Der Redacteur derselben, der in wohlgeordneter Weise hier die reichen archiv. Schätze Köln's zur öffentlichen Kenntnis allmählig zu bringen verspricht, behandelt zunächst in einem sehr belehrenden Aufsatze das «ArchivWesen mit allen seinen gegenwärtigen Mängeln und Gebrechen und macht praktische Vorschläge zur Abhilfe derselben. Gemeinsam mit Dr. Hagedorn lässt er dann Regesten vom Hanse-Kontor zu Brügge-Antwerpen» folgen. Diesen schliesst sich als 3. Artikel an: «Der älteste Aktenbestand der städt. Verwaltung Kolns» und als 4.: «Der Kölner Schiedsspruch von 1169 als Fälschung gegen Ennen erwiesen» von Dr. Tannert. K. Keller bringt am Schlusse dieser Hefte Regesten der städt.-kölnischen Kopienbücher von 1367-87. Eine wesentliche Beigabe zur guten Benützung des Gebotenen ist das Verzeichnis der Orts- und Personen-Namen. Wir können dem neuen Unternehmen, von bestbewährten Händen geleitet, das beste Horoskop stellen und im Hinblick auf so viele andere reichhaltige Archive Deutschlands aber auch Oesterreich-Ungarns nur hinzufügen: Vivat Sequens!

Monatsblätter des wissenschaftlichen Clubs in Wien redigirt von Felix Karrer III. Jahrgang 1882 Nr. 1-12. IV. Jahrgang 1-3. In denselben erscheinen eine Reihe der vorzüglichsten Vorträge aus den verschiedensten Fächern in Druck gelegt, die im Vortrags-Saale des Clubs gehalten wurden. An diese schliessen sich gehaltvolle literarische Besprechungen und Anzeigen, vermischte Nachrichten etc. Die ausserordentlichen Beilagen im III. Jahrgange, 8 an der Zahl, behandeln theils allgemeine Fragen und Schema's von augenblicklicher wichtiger Bedeutung, theils Fragen von lokalem Interesse in vollendetster Form. Unter den vortragenden, wie unter den beitragenden Mitgliedern des Clubs ist die wissenschaftliche Elite Wien's fast durchwegs vertreten. Namen wie Chavanne, Hauer, Horawitz, Ilg, Kreitner, Le Monnier, Lützow, Dr. Wilhelm Neumann, Ord. Cist., Ransonet, Brughsch-Pascha, Doblhoff, Hebra, etc. sichern diesem Club die hervorragendste Stellung unter allen ähnlichen Vereinen der Residenzstadt Oest.-Ungarns.

Pastoralblatt für die Diocese Augsburg. In Verbindung mit mehreren Geistlichen herausgegeben von P. Hermann Koneberg, O. S. B. Pfarrer in Ottobeuren. Obwohl zunächst für die Diocese Augsburg bestimmt, hat vorliegendes Pastoralblatt doch allgemeinen Wert durch seine für die Zwecke der praktischen Seelsorge sowie für die Belehrung des Priesters bestimmten Aufsätze, unter welchen namentlich hervorgehoben werden sollen: Die sociale Bedeutung des Breviergebetes, Kirche und Kultur etc. Die liturgischen Artikel, die am reichlichsten vertreten sind, haben uns besonders angesprochen. Der gegenwärti gen Redaction zollen wir für den durch sie erzielten erfreulichen Aufschwung dieses Blattes alle Anerkennung.

Gerne bereit anch mit anderen Fachblättern in Tauschverbindung zu treten, ersuchen wir deren Redactionen hier sich diesbezüglich an uns zu wenden und uns postwendend die Belege für die ihrerseitige Kenntnissnahme der Studien einsenden zu wollen. Auch an die hochwdgst. p. t. bischöfl. Ordinariate richten wir die inständigste Bitte, die bez. Pastoral- und Diöcesan-Blätter uns unter gegenseitiger Vereinbarung zukommen lassen zu wollen. Die Red.

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