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Dieser Chronik ist (gegen das Ende) die Måre von Merans der's Reise zum Paradiese, seiner Hinabsenkung ins Meer mit Hund, Kaze und Hahn, seiner Fahrt zum Himmel 2c. einverz leibt.

4. Handschrift zu Paris. (cod. 7267 des ungedruckten Catalogs). In Folio. Pergament. Sie ist eine Abschrift der auf Heinrichs von Thüringen Auftrag unternommenen Arbeit und nicht beendigt. Auch enthält ihr Anfang nicht das Akrostichon :

Crift herre kayfer uber alle craft
Voget himelifcher herschaft

Got kunic uber alle engel her

e

Dir dinet gar ane alle wer

Swaz in finem namen ie

Gefchephede åigenschaft enphie.

Sie geht bis auf Josua und schließt mit:
Do sprach Adonibezech

Ich fol vnd muz van fchulden

Dife fchame nu dulden

Die mir al hie geschehen ist

Wan ich bi miner iare frist

In den Versen, welche, übereinstimmend mit mehreren Handschriften dieser Chronik, den Gottfried von Viterbo als Quelle anführen, ist dieser von Bitterne genannt.

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III.

Der

Weingartner Minnesånger - Coder.

An v. b. Hagen in Berlin.

In der 3ten liter. Beilage zu Iduna und Hermode. 1816. ist von N. (Wecherlin ist der Verfasser) zwar eine nmståndliche ́ Beschreibung dieses zu den Hauptschäßen der altdeutschen Literatur gehörenden Coder gegeben worden; diese reicht aber zu einer genügenden Vergleichung dieser und der manessischen Liedersammlung, mit deren vollständiger Herausgabe v. d. Hagen jezt beschäftigt ist, keineswegs hin. Um über die Uebereinstimmung dieser beiden Sammlungen endlich ins Reine zu kommen, bedürfen wir nicht der Angabe, wie viele Strophen der Weingartner Coder unter jedem Dichter enthålt oder vom M. C. abweichend andern Dichtern beilegt, und hierauf beschränkt sich Weckherlin's Arbeit, sondern es müssen alle einzelnen Strophen jedes in dem Weing. Cod. aufgenommenen Dichters namhaft gemacht werden. Ich entschloß mich daher während meines Aufenthalts in Stuttgart die Stunden, in denen ich meine anderweitigen Nachforschungen unterbrechen mußte, statt der Erholung, wie sehr mir diese auch Noth that, der mühsamen, aber, wie ich glaubte, verdienstlichen Arbeit zu widmen,

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denjenigen Theil des Weingartner Coder, auf den die ursprüngliche Anlage der Arbeit eingerichtet ist, d. h, den (Haupt-) Theil, der die mit Bild und Ueberschrift

versehenen Lieder der 25 namhaft gemachten Dichter ents hålt, seinem ganzen Inhalt nach, mit Uebergehung alles dessen, worüber in dem obenerwähnten Aufsage schon genügende Auskunft gegeben ist, vollståndig und genau zu beschreiben, nach der Reihe alle Strophen mit ihrem Anfange zu verzeichnen, diejenigen Strophen, die in der manessischen Sammlung (d. h. wie sie in Bodmers Ausgabe vorliegt), unter andern Dichtern stehen, anzuführen und ihre Stelle nachzuweisen, diejenigen aber, welche in der M. S. fehlen oder die ich darin nicht aufgefunden habe *), mit Ausnahme derjenigen, die schon in der Müllerischen Sammlung abgedruckt sind, ganz abzuschreiben.

Den übrigen Theil des Coder habe ich seinem Inhalte nach zwar auch vollständig angegeben, aber nicht mehr mit der manessischen Sammlung oder andern Handschriften vergleichen können.

Für die deutsche Sprachforschung und die kritische Herausgabe der Minnesånger ist und bleibt der Abdruck des Weingartner Coder nicht nur höchst wünschenswerth, sondern auch durchaus unentbehrlich; der Literator aber und zunächst der Herausgeber der manessischen Sammlung wird durch die folgende Mittheilung meiner Auszüge und Nachweisungen sich jezt in den Stand gesezt sehen, auch ohne die vielleicht noch lange sich vers zögernde Herausgabe**) der ganzen Handschrift, über das Ver

*) Jeder, der es versucht hat, in der viele tausend Strophen enthaltens den M. S. eine einzelne Strophe, deren Verfasser man nicht kennt, aufzusuchen, wird mich entschuldigen, wenn die wenigen Strophen, die ich als fehlend angesehen habe, sich dennoch vorfinden sollten. Diese Bemerkung soll zugleich meinen nachfolgenden Berichtigungen des Müllerschen Irrthums den Unschein einer Rüge benehmen.

**) Möchten doch alle hindernisse, die sich der vom Hrn. von Lasberg bes absichtigten Herausgabe des Weingartner-Minnesånger-Coder entgegen

hältniß, in welchem dieser und der manessische Coder zu einander stehen, richtig urtheilen, und das, was die Vergleichung dieser beiden Sammlungen zur Feststellung der zusammengehörigen Strophen und des Eigenthums jedes einzelnen Dichters darbietet, zu seinen fernern Untersuchungen benutzen zu können.

I. Kaifer Heinrich. 6. 1-3.

Str. 1. Ich grze mit gefange die fizen -
2. Mir fint du riche vn du lant vndertan
3. Das ich fi fo herclichen minne-

4. Er fundet fwer des niht gelöbet
5. Wol höher danne richer,-

6. Ich han den lip gewendet

7. Riteft dv ny hinnen

8. Vuol dir gefelle gåte

II. Grave R. v. Fenis (Grave Rudolf y. Nivwenburg der manessischen Sammlung). S. 48.

Str. 1. Gewan ich ze minnen ie gyten wan

2. Mir ift alfe deme der da hat gewant

3. Min vrowe fol lan den gewin

4. Minne gebutet mir das ich finge

5. Es ftet mir niht fo ich enmag es niht laffen

6. Jemer mere wil ich ir dienen mit stete

7. Mine finne wellent durch das niht von ir schaiden

P

8. Mit fange wande ich mine forge krenken
9. Sit daz dù minne mich wolte alfus eren

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stellen, gehoben werben! und balb! mogen keine neue Hindernisse fie, wie so manche andere Bearbeitung deutscher Sprachdenkmåler, die schon nahe an ihrem Ziel zu seyn schien, wieder rückgängig machen. Dem uneigennütigen, edlen Eifer, mit dem Hr. v. Lasberg sich um die Verbreitung der åltern vaterländischen Dichtungen bei Mit- und Nachwelt verdient macht, sollte von allen Seiten auf das willfährigste entgegengekommen werden.

10. Mich wundert des wie mich min vrowe twinge
11. So ich bi ir bin min forge ist deste mere
12. Ir fchonen lip hab ich da vor erkennet
13. Ich kuse an dem walde

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14. Lip vñ finne die gap ich für aigen ir-
15. Wolte fi aine

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1

16. Ich han mir felber gemachet die fwere
17. O we das ich niht erkande die minne →→→
18. Das ich den fymer alfo mefelichen clage
19. Du haide noch der vogelfang

III. Friderich v. Hufen. S. 9-18.

Str. 1. Ich můs von schulden fin vnvro

2. Mit gedenken mvs ich die zit vertreiben als ich beste kan —

3. Min herze mvs ir klyfe fin

4. Es were ain wnneclichů zit.

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5. Were fi mir in der maffe liep.

6. Si darf mich des zihen niht ich enhete fi von

herzen liep.

7. Min herze vnfanfte finen ftrit

8. Mit groffen forgen hat min lip.

9. Miner vrowen was ich undertan

10. Min herze vñ min lip.

11. Sit ich dich herze niht wol mag erwenden.

12. In minen beften vroden ich fas.

13. Hete ich von dirre fvmerzit.

14. Miffebieten tt mir niht.

16. Es wirt ain man der finne hat.

16. Es ist ain nit der niht kan.

Die Strophen 12-16 stehen in der manessischen
Sammlung unter Reinmar dem Alten.

17. Ich wil nv den wolgem ten fingen.
18. O we langer dieneft fo verlorne.
19. Minnecliche ich von der guten finge.

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