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gen 1820. N. 45. Jen. A. L. Z. 1820. N. 219-21. Schles. Provinzial - Blåtter 1819. Jan., und sonst noch zu finden das Glück gehabt habe? Solche Kritiken sind ein Gewinn für's Publicum und für den Verfasser; für Lestern insbesondere noch eine Entschädigung für manches Geschreibsel, wobey man an den nur wenig verån= derten Spruch: Ut desint vires, tamen est taxanda voluntas erinnert wird.

Mit dem Gebrauche, welchen manche Schriftsteller von den bisher herausgekommenen Bånden dieser Denkwürdigkeiten gemacht haben, habe ich nicht Ursache, unzufrieden zu seyn. Die Schrift des Dänischen DomPredigers zu Aarhus, Herrn E. C. Brygmann, welche in zwey Bånden 1819. 8. zu Larhus unter dem Titel: De Kristelige Son- og Festdages Historie, eller Forklaring over deres Opkomst, Tilvext og Bestemmelse, samt Maaden hvorpaa de hidtil ere bleven helligholdte tilligemed en Veiledning till deres vaerdige Helligholdelse, ved E. C. Brygmann u. f. w. erschienen sind ist zwar, nach der mir vorliegenden und von einem geschäßten Collegen und Freunde, welcher der Dänischen Sprache kundig ist, überfesten Recension in der Dansk Litteratur-Tidende (redigeret af Peter Erasmus Müller, Professor i Theologien ved Kiobenhavns Universitet) for 1821. N. 5. p. 65-72. eine bloße Compilation und fogar ein offenbares Plagiat aus den beyden ersten Bån. den der Denkwürdigkeiten, wie von dem Recensenten unter der Rubrik:,,Harmonia Archaeologiae Augustianae et Brygmanniae" (p. 68 seqq.) nachgewiesen wird; aber dennoch ist diese Benutzung in

einer fremden Sprache (so tadelnswerth sie auch Bem Dänischen Gelehrten, welcher übrigens sehr günstig von dem teutschen Werke urtheilet, erscheinen muß) von der Art, daß weder Verfasser noch Verleger darüber зи gen Ursache haben. Ueberdieß hat ja der wohlwollcadé Recensent das Geistes - Eigenthum des Verfassers vindit cirt und das demselben etwa geschehene Unrecht hinlänglich vergütet.

Einen weit erfreulicheren Gebrauch aber finde ich in der so eben herausgekommenen neuen Ausgabe von Herrn Geh. Hofr. Creußer's Symbolik 1821 IV B. Zweyter Anhang S. 577-614 gemacht. Hier hat Herr D. Karl Ullmann (welcher sich auch durch eine gehaltreiche Schrift über den zweyten Brief Petri vortheilhaft bekannt gemacht hat) eine „Vergleichen,,de Zusammenstellung des christlichen Fest=

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Cyclus mit vorchristlichen Festen" mitge= theilt, worin die in den Denkwürdigkeiten vorgetragenen Ideen über den Zusammenhang und die Bedeutung der christlichen Feste in eine recht zweckmäßige Uebersicht gebracht und mit schägbaren Bemerkungen begleitet wer= den. Eine solche Benuhung muß dem Verfasser erwünscht seyn, indem dadurch seine Absicht, neue Forschungen über solche Gegenstände zu veranlassen, am besten er= reicht wird. Er würde sich innigst freuen, wenn auch die in der letzten Abtheilung des gegenwärtigen Bandes enthaltenen: allgemeinen Betrachtungen über den christlichen Cultus und die Geschichte desselben S. 353 ff. der Aufmerksamkeit und prúsenden Berücksichtigung einsichtsvoller Leser und Beurtheis ler werth scheinen sollten. Der Verfasser konnte hier,

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wenn die Abhandlung nicht zu einem Buche erwachsen sollte, bloß die ersten Umrisse geben; aber er ist überzeugt, daß sich auch bey einer näheren Vergleichung der einzelnen Punkte des christlichen und heidnischen Cultus der große Vorzug des ersteren überall offenbaren würde.

Das Register zu diesem Bande verdanke ich der freundschaftlichen Bemühung des Herrn D. Heinrich Seliger, aus Landsberg an der Warthe, welcher jeht in seiner Vaterstadt zu einem geistlichen Lehramte befördert worden ist, und von dessen schönen Kenntnisfen und Talenten fur die Zukunft viel gute Früchte zu erwarten sind.

Bonn, am 6 Julius 1821.

Der Verfasser.

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