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Was durch ir zarten fele wert
Mit gewalt gedrungen.

Di claren maget ivngen

Hatte iefa zu male

Ein fuze minnen ftrale
Innerliche nu verfniden.

Waz der fvze got geliden
Hat durch vnfen willen

Geifeln vnde fillen
Iemerlichen fmerzen

Der maget lac zu herzen

Der pinen bitterliche not

Vnde ouch fin fchamelicher tot

Des hat ein furic minne

Ir herze vnde alle ir finne

Inbrunftecliche enzundet.

Nach dem Tode des Landgrafen Herman verfolgten und betrüb

ten das Mädchen

Gewaldege ammetlude

Di gar in fchaffes hude

Drugen fientlichen mut.

S. 43.3.4.

Auch ir fwiger fophye und agnes ir gefwie wurden ihr leitsam vnde fwere. Aber Elisabeth

Same ein lylie in mitten ftet

Mit dornen vmmefangen

Waz fi die wollent drangen

So wefet doch ir edel ruch.

Sus hatte ir dugent keinen bruch.

S. 44. 3.9.

Die Verfolgung der ammetherren ging endlich so weit, daß sie sie nach Hause senden und ihren Herrn bereden wollten, eine andere Fürstin zur Gemahlin zu nehmen. Ihre fwiger wollte sie ins Kloster schicken.

In dirre miffewende

Zu gode iesa genande

Di juncfrouwe vnde erkande

S.49.3.11.

In dirre felben fwere

Daz fi ellende were

Von ir vader hufe hie.

Ie baz ie baz erkande fie

In leide vnde ouch in pine
Daz fi'ein pilgerine

In dirre unsteden worlde was.

Sie befahl Gott ihre Sache und ging zu den

gurtelmeden.

Mit in ir kofen fi gefine.

Deshalb ward sie wieder von ihrer fwiger verhöhnt.

S. 50.3.12.

Aber Ludwig ir mahel sprach ihr freundlich zu und tröstete sie. Auch der gute Herr walter von pharila nahm sich ihrer an und fragte den Herrn Ludwig, ob er das Mädchen wieder heim nach Ungerland senden wolle.

Der iunge furste riche

Di frage dugentliche

Lobete vnde prifete

Einen berg er ime wifete
Der was michel vnde ho
Fruntliche Sprach er aber do
Sihes du walther hinen berg
Obe er durchflagen goltwerg
Von grunde in rechter fwere
Bis an die hohe were
Vnde aller dinge were min
Sich der mufte e begeben fin
Alfe er zu rechte fålde
E daz er fcheiden wůlde

Mich von miner bråde.
Laz fagen ok die lude

S. 55.3.8.

Waz fie wollen ummer me

Niman in fcheidet unser e.

Mit Erlaubniß seines Herrn bringt Walther diese Botschaft der

jungen Fürstin. Bald darauf verkündet Ludwig dem Volke seine Gesinnung gegen Elisabeth und im Jahre 1221

Da wandels vude vnkufche fri.
Der ivnge furfte lodewic
Bluwende alfe ein meien zwic
Fri vnde bar vor fchanden
Lantgrave in duringen landen
Sine wirtschaft machte
Zu man ime lachte

Nach wirdeclichen eren

Die ivngen maget heren.

Es schließt diese Einleitung:

Nu fehet wie got gefuget hat
Der aller dinge maze kan
Gedrwes wib gedruwen man
Beide heilic beide gåt
Beide an eren glich gemůt
Wol in der famenunge
Der felegen mahelunge
Di fich in geiftlicher luft
Nit gar nach fleischlicher gluft
An zwein gelieben da erhůb
Ielich des andern libe entfůb

Noch me in ganzer wnne

Dan ieman glouben kunne.

Darauf mit rothen Buchstaben:

S. 61. 3. 23.

S.61.3.17.

Hi hebit fich an daz erfte bůch von fente Elyzabeth.

Ey welch ein felic mahelfchaft.

Daz in fo grozer liebe craft
Zwein gemecheden vnder ein
Was gefuget daz in zwein
So reine minne fich erhůb
Daz fi flecken nit entfůb

S.63.3.6.

Ane alle brodecliche geluft
Mit dugentlicher wolluft
Was ir fruntfchaft vnderftriht

Daz fi zv brodekeide niht

Was geneiget noch gestalt.

Mit Fasten und Venie, mit Wachen und Gebet kasteiete sich

Die frowe felec vnde gåt

Nu iunge brut nv iunges wip.

Die Fortsezung im folgenden Heft.)

S.64.3.2.

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