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nimaina, kvimi, kvitheina, kvitheith, usdribeina, tavidideina, ufkunthidum u. s. w.) und geht als Auslaut in j über (vajamêrjan, bajôths, ajukduths). Als Anlaut (1) wechfelt es gleichfalls öfter mit G (ïudáivisks, Judáius etc.).

n, das griech. ov (auch o, besonders in Endungen; einige Mal felbft w u. v) vertretend, ift an fich gleichfalls kurz; brukeith (1 Tim. 1, 8) und hrukeith (J. 18, 18) fcheinen aber, wenn nicht die öfter eintretende Verwechfelung von € und im Spiele ift, die Verlängerung voranzudeuten, wie sie später (im Ahd. etc.) in den Wörtern ut, hlutrs, bruths, bruks, rums (wie Ruma), fuls, mul, hus, thufundi, skurô, runa, dubô, dugan etc., auch thu (wie bi) u. f. w. bestimmt hervortritt. Es wechfelt öfter mit ô: krôtuda (L. 20, 18), fupuda (Mc. 9, 50), uhtêdun (Mc. 11, 32) und umgekehrt; endlich öfter auch für áu (funus, funaus; funu, funau etc.),

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€, dem griechischen ŋ (einige Male auch ɛ, felbft ɛi u. ai) entsprechend, ift ftets lang. Es wechfelt oft mit i (f. oben) und umgekehrt (svèkunths, hvèleiks, fèneigs, aggêljus, filègri, drêbi, andbahtêdêdun etc.), ebenso für ei (oft wohl nur verschrieben, wie umgekehrt ei für ê) und für ai. L. 15, 30 fteht frêt für fraêt (wie im Mhd. schon ïzze, âz, âzun erscheint), während man fraat erwarten sollte.

Q, dem griech. w (felten o u. ov) entsprechend, ftets lang. Wechselt öfter mit u: diakun u. -ôn, aljakins (E.2,19), lauhmôni (L. 17, 24. 2 Th. 1, 8), fráiftôbnjò (L. 4, 13), vidôvô (L. 7, 12), ôhteigô (2 Tm. 4, 2) und vielleicht nur verschrieben, sunjôs (L. 16, 8), faíhô (Mc. 10, 23), ushôfôn (L. 17, 13), vôndôn (L. 20, 12), áinômêhun (L. 8, 43 etc.). Ueber das Verhältnifs zu a f. S. 774. Eigenthümlich ist das au in stáua, stáuida zu ftojan; táujan, táuï zu G. tôjis, ubiltôjis, fullatôjis (dagegen gavi, gáujis, gáuja; hávi, háujis; mavi, maujos; fráuja), flahan, flahs, flôb, flaúhts; nahan, nôh, ganôhs, naúhta, ganaúha; vgl. dáubnan, dôbnan, dumbnan.

a. Doppelfelbftlaute.

wenn

Ueber die Ausfprache diefer wird noch mehr Licht gewonnen werden, die Unterfuchung über Ausfprache des griechischen & (als ei u. î) und aι (als ai u. ae), sowie des ŋ (als i) im vierten Jahrhundert vorgeschritten fein wird.

Al ift 1) aí (griech. & und aui) d. i. Brechung des i vor h u. r (z. B. faíhu, taihun, traihun; bairan, vairthan, vairdus, vair etc.), 2) ái (~. B. fáihus, háihs; ánh (wie áig), táih, thráih; áir etc.), das Spätere ê, wo gothifches ê zu â wird. Vgl. übrigens tèhund und taihund, taihun.

-

An ift 1) aú (griech. o) d. i. Brechung des u vor h u. r (z. B. naúh, thaúh, taúhum, thlaúhum; baúr, faúr etc.), 2) áu (z. B. táuh, thláuh, háuhs etc.). · Au wechselt, namentlich im G. und D. der U-Beugung häufig mit ɑ (oft wohl nur durch Verschreiben) z. B. funau, funu; funaus, funus etc. Ueber a-u f. S. 772. Das griech. lat. av geht im Gothischen öfter in av über (Pavlus, Daveid, Esav, Ravan, kavtsjô); für Agustus (L. 2, 1) gehen griechische Handschriften voran. Es kommt vor naus und navis, navistr... Ueber tavida, stáuïda s. y und Q. In alabalstraún, byssaún, praítaúriaún, gazaúfylakiaún, kaúrbanaún, selbst Teitaún (st. -u) ent/pricht es dem griechischen ov.

El (für griech. ɛi und i, í, feltener n), späteres i. Es fteht oft für ê: lêitan, fralèit, greitan, têikan, lèikeis, lêikinôn, lèivjan, kvèins, akèit, gagrèifts, hlêithra, manafèiths, fahêiths, spêidiza, birèiks, anafáiflèip, usmêitum, vêifeis, vêisun, vêisjáu, vissèis etc. Diefes zum i umschlagende è oder diefes i begegnet auch in mêrs in Eigennamen, z. B. dafs bald Theodemêrus, bald -mirus (-ungos, -uigos, -μɛgos) gefchrieben wird und Smaragdus aus der Gothia (Septimanien) nur noch Gibimir

u. f. w. kennt und dies -mir daher fränkisch falsch deutet. Seiteins fteht für finteins (vgl. fifkos ft. fifkans, gasteis für gastins). — Bei vorausgehenden langen Silben wird in Beugungen und Abwandlungen ei aus ji (hairdeis, rakineis, bôkareis, altheis, viltheis, fafteis; felbft freis, fòkeith, vandeith [/. brukeith u. hrukeith S. 755 in n], gavaírtheis neben gavaírthjis u. f. w.).

in (griech. tov), die Länge von u. Im Auslaute (triu, kniu, thius, thiu, kvius neben kviujan etc.) geht es vor Selbstlauten in iv über (trivis, kniva, thivis, thivadv, kvivái); dagegen fráiv, áivs, fáivs (wie fáivala), fnáivs, balvjan, malvjan etc. In fium, fiuth steht es für fijum, fijuth (wie friathva, fiathva, fiands, friônds etc., daher biarja Tt. 1, 12 verdächtig wird); in niuklahs ift es niujis, in niu = ni-u. Als Anlaut steht bald Ïudas, bald Judas (T. 12, 14) u. sw.

2. Die Mitlaute.

Die Vermittler zu den Selbstlauten hinüber sind G und y. Diesen steht zunächst der Zifcher (fibilans) S (Z), denen die klingenden (liquidae) R, A, M, N fich anreihen; endlich die ftummen (mutae) г, K, h (,x) — B, II, þ. (,y) — A, T, (,s).

Von diefen find

a) Gaumen laute (gutturales) г, K, h, G.

г, entspricht dem griech. y, auch in гr (yy: f. oben S.773) und ггк oder гK; wechfelt als Auslaut oft mit h (áigan u. áihan, áig u. áih, áigum v. áihum, áihta, áihtrôn, áigin; veigan u. váih, magan u. mahta, mahts; bugjan u. báuhta; filhan, fulhsni u. fulgins, filigri u. filègri; briggan u. brahta, gaggan u. gahts, thaggkjan u. thahta, thuggkjan u. thuhta). rrift ng, Frk oder гK ist nk (aggilus, aívaggèljò, gadiliggs, fkilliggs, laggs, gaggs, vaggs, juggs, hrugga, tuggô, pugg, huggrjan, gaggan, briggan, bliggvan, siggvan, siggkvjan, stiggkvjan, aggvus, glaggvus, driggkan, draggkjan, thagkjan, thugkjan, iggkvis, uggkis, ugkja). Fehlerhaft ift geiggan (1 C. 9, 20 etc.), ebenfo umgekehrt faúragagja (L. 8, 3. 16. 11), unmanarigvái (2 Tm. 3, 3 A.), hugrida (1 C. 4, 11), gaagvein (Sk. I, 18). Einige Male ift im Lukas ng u. nk gefchrieben: thank (17, 9), thankeith (14, 31), ïnkvis (19, 31), bringith (15, 22), in der Neap. Urk. einmal skilligngans.

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K, dem griechischen z (öfter x) entsprechend, geht vor t in h über (sakan fahts, fiukan-faúhts, vakan vahtvô; uhtvô; vaúrkjan vaúrhta, vaúrhts; faúrhts; brukjan bruhta, thugkjan - thuhta, thagkjan — thahta) und fällt in vaúr'stv ganz aus (s. h). In früh geläufig gewordenen Fremdwörtern entsteht es aus g (krèks, markreitus; vgl. Makèbis ft. Mayɛßís), in andern vertritt es y (paska u. pasxa; Zakarias u. Zaxarias, felbft Zaxxáius; Akaja u. Axaia). Für x fchrieb Ulfilas ks (Arfaksad, Artakserksės, Alaíksandrus). — Kv wird durch das einfache U gefchrieben (felbft kvrammitha, L. 8, 6 und uARTNS für Kováotos; dagegen ARYIAð für Axvhas oder Aquila; neben AuIZI). Vgl. hv oder (in h). X stets in xns oder XRISTNS, auch aivxariftia, pasxa (neben paska) u. f. w.

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h, dem griech. Hauch (spir. asper) entsprechend, oft auch wo diefer nicht steht (hèlias, haileifaius); dagegen öfter weggelassen (ôfanna, Aai, Aírmôgainéis, Ymaináius), befonders bei anlautendem ï (Ïairaimias, Ïaírufalem, Ïaíraúpaúlis, Ïaíreik◊); eingeschoben zwischen zwei fremde aa (J. S. 774. unter μ).

Es muss aber fchwach gehaucht gewefen fein, da es 1) in hl, hn, hr, hv früh untergeht, 2) im lat. goth. Diftichon (S. 662) in des Daktylus zweite Kürze füllt, 3) es als Auslaut einige Male wegfällt: hvammê (G. 5, 3. B.), hvarjô (Mc. 15, 6), hvarjanò (Sk. IV, 10), ebenfo (vielleicht nur Schreibverfehen) in thaírvakands (L. 6, 12), háuhaírts (2 Tm. 2, 2), slahals (1 Tm. 3, 3. Tit. 1, 7.) al st. alh (2 Th. 2, 4), sich nur dadurch

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die Verfchleifungen von jah (in jab-bi, jad-d.. jag-gah. jal-leitil, jan-ni, jar ragin, jas-sa(ei), jath-thatei, jath-thê, auch dul-leitilái, nith-than, -uththan, duth-thê, ïnuth-this etc.) erklären; 5) endlich nicht minder der regelmässige Ausfall in vaúr'stv, vielleicht auch in gatvô; ebenso in usvaúrts (2 C. 9, 4) oder in hiuma (L. 6, 17. 8, 4) neben hiuhma, drausna (J. 6, 12. Sk. VII, 24) neben drauhsna, während es in fulhsni feft haftet.

Hv wird (wie Kv) mit Einem Zeichen (0) geschrieben wo die Laute nicht getrennt werden (faíhv, leihv, faíhvan, leihvan, nêhva, ahva, arhv-azna etc.), wie in thaírh-visan, thaírh-vakan (L. 6, 12), ubuh-vôpida (L. 18, 38). Eben fo als Anlaut (hvas, hvis, hváiva, hvè, hvapjan, hvathô, hváiteis, hvaírban, hveila, hvilftri, hvôtjan). Hl: hlahan verschieden von lahan, hláibôs von láibos, hlifan von lifnan. Hr hreifan verfchieden von reifan.

G, für griech. lat. 1, daher auch mit ï wechselnd (f. oben S.775); geht mit vorhergehendem verbunden in ei über (s. oben, vgl. freis, frijei, freihals u. freijhals in Handschr. A. 2 C. 3, 17. G. 2, 4); fehlt in friathva, fiathva, fiáis (Mt. 5, 43), fiands (Mt. 5, 43. N. 6, 16), fium, fiuth, fáiands, fáiïth (fáijith Mc. 4, 14) wie in fáian, láian, váian. • In vajamerjan entfteht es aus i (vái-dedja, vái-fairhvjan, vái-fvôr); in ajukduths scheint es vor u (ajuks) aus áivs zu entstehen, während v vor ei bleibt (áiveins, áivjan). Luk. 1, 63 fteht gahmêlida, woraus mit Hinblick auf das nahe Gabriel (1, 19) fich wohl die Bemerkung der Wiener Handschr. (S. 593 zu 1 Mof. 5, 1-32, und Einleit.) bezieht.

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b) Lippenlaute (labiales): B, II, F, у.

B (griech. ẞ, felbft in Silbanus und Naúbaímbaír) geht im Auslaute oft in f über: thiubs, thiuf; hláifs (J. 6, 33), hláif (doch auch hláib: Mt. 7, 27. L. 4, 4 etc. und hláibs: L. 4, 3), daban, gadôf(s); láubôs, láufs; grában, grôf (doch auch grôb: L. 6, 48), gróft; skiuban, fkáuf, fkufts; fveiban, sváif; thaírban, thaúrfta, thaúrfts; haban, hafts; skaban, skafts; giban, gif, gaf, gaft; tvalif u. tvalib (L. 2, 42. 6, 13. 8, 1: tvalibim); Iôfèfis u. Iofèbis; Afaf u. Asabis; fastubni, fráistubni u. valdufni, vundufni, dáuthubls; von af abu, von uf- ubuh. Wie lamb wird timbrjan neben timrjan, timOb bnáuan (L. 6, 1) richtig?

rja geschrieben.

П (griech. л) im Deutfchen felten: páida, puggs, pund, plats, praggan, peikabagms, plat(i)ja, plinsjan, hilpan, skapan (skôp), káupôn, hláupan, ráupjan, káupatjan, hvapjan, hniupan, fveipan, greipan, veipan, vaírpan, hnipnan, vôpan, sipôneis, supôn, hvôpan, hrôpjan, diupitha, diups, ráips, váips, vipja; skip, hups, ïup, ïupathrô etc. Geht vor t (wie B) in f über (gaskafts, hvôftuli, tharft, fáisleft, hráihrôft, skôft etc.). F (griech. 4, auch in Kafarnaum), als Auslaut hláif, gif, gaf (/. B), fimf, hamfs, als Inlaut aus b: gaft, groft, tharft, gifts (gibts: L. 1, 27), skafts, skufts; aus p: hvôftuli. Numts, fvumfsl.

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y (griech. v): av für au in Pavlus, Efav, Daveid; für ev in paraskaívê, aívlaúgia, aívchariftia, aívaggeljô; weggefallen in Aíôdia, verdoppelt in Aívva, Laívveis, Laívveitus; wegen Aguftus /. An; in Akvila ausgefchrieben f. K. Vidvôr (2 C. 12, 2) ift lediglich verschrieben. — Es entsteht aus u in mavi, havi, gavi, stravida, tavida, triva, kniva, thivis (aus thius), thivi, navis (neben náus), speivan, spáiv (und bloss spáiskuldr), wird umgekehrt u in snáu von snivan, dáu, dáuïths, dáuths, dáuthus von divan, vgl. táuï, stáuïda (S. An u. Q); bnáuan, báuan; in saihvan, bliggvan, siggvan, siggkvan, riggvs, triggvs (-va), glaggvus, manvus, balvjan, malvjan, vaúrstv, thivadv, vahtvô, uhtvô, bandvô, bandvjan, ubizva, friathva, fiathva, falithva etc. ift es bildend.

Die Lateiner brauchten später dafür, nach der Gothen Vorgange, uu (Uuillie

nant, Uuiliarit in der Neap. Urk.), später vv (w), die Griechen ov: Ovthlíagıs, Ovlτιγις, Ουίσανδος (fpater Vbifandus), Οὐάνδαλος, Οὔνιλας, Οὐλφίλας).

e) Zungenbuchstaben (dentales): a, T, &; s, z.

A, dem griech. & felten 9: z. B. Baídfaïdan L. 9, 10; Lôd, Sêdis) ent/prechend, wandelt mit und T in bestimmten Fällen (s. Þ). In mad (R. 12, 20) ift es verfchrieben ft. mat, eben fo wohl der Auslafs in banvida (L. 29, 37) und manchen Mittelwörtern auf -ns st. -nds (und umgekehrt). In tvadjê follte es doppelt gefchrieben fein: tvaddjê wie daddjan, vaddjus (nord, vallr, ahd. wal; oder wand?), ïddja, ïddalja (bei Uppström ïbdalja). — In usbei'sns, gil'str füllt d aus (vgl. t, th, s); eben fo in vils von vidan.

T, entsprechend dem griech. T, tritt nach h (für g, k) und f (für b, p) statt d ein áihta, áihtrôn, mahta, mahts, ôhta, báuhta, báuhts, brahta, brahts, thahta, thuhta, thuhtus, thuhts, faúrhta, faúrhts; vaúrhta, vaúrhts; flaúhts, thlaúhts, daúhts, draúhts, faúhts; fahts, gahts; thaúrfta, thaúrfts, gifts, hliftus (/. B u. П); auch usdrafts, kuftus (.s), andanumts (dagegen gakvumths, gabaúrths, baúrthei etc.). In môsta, kaupafta wirkt es weiter zurück, und wird in vissa auf diefem Wege felbft verfchlungen: eben fo in bei'ft, blô'ftr, andavlei'zns, vei's, vi'fs, hva'fs, ta'fs. S. u. 4.

, entsprechend dem griech. 9 (auch in Maththáius, während es in Theimaúthaíáus verschrieben ist und in Aíleisabaíth, Gainnèfaraith für ▾ steht), wird öfter mit t verwechselt: hnuthô u. hnutò (2 C. 12, 7), usblôthan (2 C. 8, 4 B.), unfahthaba (1 Tm. 3, 16), gatharhiths (G. 2, 11.13), aflèthanda (Mc. 2, 9 etc.); fratvjan (2 Tm. 3,15) ift richtig; wie die getrennte Schrift in atháitan. Am Ende der Wörter wechfelt es mannigfaltig mit A: bidjan, bath (doch auch bad), biudan, báuth (Mc. 6, 8. 8, 30; doch báud L. 5, 14); hvath u. hvad; ftaths, stadis, ftath u. ftads; faths, fadis, fath #. fads; faths, fadis, fath u. fad (L. 15, 16), foth; gôth (R. 7, 18. 19, 12. E. 4, 29) π. god (L. 14, 34); fraths, froths, unfrôdans (G. 3, 1) u. unfrôthans (G. 3, 3); thiuthiths, -ida, galathoths (-ôda) u. galathoths (1 C. 2, 21), aviliuth u. aviliud, juggaláuth u. juggaláud (L. 7, 14), fiuth u. fiud (L. 5, 16), maguth (Mc. 14, 7) u. magud (L.8. 34), vitud-u (J. 13, 12), sijáid-u (2 C. 2, 9), vileid-u (Mc. 15, 9), kvithid-uh (Mc. 16, 3), vaírtheid-uh (E. 4, 32), standáid-uh (1 C. 16, 13); vitôth, vitôdis; liuhath, liuhadis, liuhadeins; framaths, framadis; nakvaths, nakvadis; frumadei; manafèths, -fèdis, -fèth, -fèds; náuths, náudis (náudibandi, náudithaúrfts), náuthjan; munths, G. mundis. In kuntha steht es ftatt d (in kunths blieb es; dagegen kunds von kuni), wogegen diefes in munda, skulda, vilda blieb, in mahta, áihta, ôhta etc. (s. T) in t übergieng. In lái'fts (wenn diefes von leithan) fiel th aus, eben fo in stals (von stathan, standan) und kvifs (von kvithan). Vgl. übrigens mith u. midja (midïddjêdun L. 3, 11 ist wohl durch die ff. dd herbeigeführt), ferner ïth u. ïdreiga, ïdveit etc. Die AusSprache des th mufs dem S nahe gelegen haben, da in der neap. Urk. in yıAGARIŲ unter dem th ein s geschrieben stand (wie das griech. Ovillíaqıs).

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S, entsprechend dem griech. o, s (auch & in Kusa, Asmôth) wird zwischen zwei Selbstlauten zu Z. (f. diefes), doch schwankt die Schreibung. S vertritt (vor t) d in anabáuft (L. 14, 22), t in háiháist (1 Tm. 6, 12), th in uffnáist (L. 15, 30), biláist (Mt. 27, 46), gastôft (R. 11, 20), varst (J. 9, 3), kvast (Mc. 12, 32) und ist daraus in fáifòft (L. 19, 21) gedrungen, während namt, kvamt, kant, rant, magt, falht etc. blofs das kennzeichnende t annehmen. In blô'ftr fiel ein t, in gil'ftr u. ban'sts ein d weg oder werden verschlungen (wie in usbei'fns, andavlei'zns, anabu'fns etc.); eben fo ein s in vahftus, vastja, fralufts, usdrufts, kufts, kustus, fraist-ubni, vailavizns, vielleicht auch in láifts, lifts, luftus, brusts, frafts, gasts, asts, fasteis, rasta, áistan, kvistjan, während in anfts, brunfts, háiffts, gathrafftjan, tráufts, maihstus, vaíhsta, navistr, avistr,

huliftr, vaúr'ftv etc. das ft. rein hinzutritt. In kvifs u. ftafs entspringt das erfte s aus th, in vifs aus d, in hvals aus t; eben fo wohl in gatals; in môfta, káupasta aus t (u. d); in viffa reifst es fogar das t mit fich fort (ahd. vissa, vësta).

z, dem griech. 5 entsprechend (gazaúfylakiaún), entspringt aus s zwifchen zweien Selbstlauten: 1) uz-ôn, uz-êta, uz-u (G. 3, 2. 5), uz-uh (L. 6, 48 etc.), dagegen usáivjan; diz-uh (Mc. 16, 3), tuz-vêrjan (aber tvisstass etc ), vileiz-u (L. 9, 54), hvaz-uh, hviz-uh, hvanz-uh, hvarjiz-uh, thiz-uh, thanz-uh, thanz-ei, thizei, thôzei, ïzei, eiz-ei, veiz-ei, ïzviz-ei, thuz-ei, juz-ei, juz-uh, veiz-uh (1 C. 4, 10), máiz-uh (G. 4, 9), andiz-uh (dagegen halis-áiv, funs-áiv) Filippáuz-uh (L. 3, 1), bijandz-uh (Phl. 22), dagegen bidjandans-uh (Mt. 6, 7), fumans-uh (Mc. 12, 5), und ftets vasuh; 2) máis, máiza, batis, batiza; mins, minz (2 C. 12, 15), minniza, minznan; tals, talzjan; framaldrôza; áis, áiz, áiza, áizasmitha, mimz, Môfèz, Môfèzis (2 C. 3, 14 A.). Iôfèz (Mt. 27, 56); 3) hatis, D. hatiza, hatizôn, rikvis (u. rikviz: L. 1, 79. Mt. 6, 23. J. 12, 35. E. 5, 8), rikvizis (R. 13, 12), rikvizeins, barizeins; dagegen agisa (L. 2, 9), rimisa (2 Th. 3, 12); eben fo fchwanken arhv-azna u. hláivasna, drau(h)-sna, filu-sna, fulhsni, rôh-sn, anabu-sns, usbei-sns, thraíh-sns, garêh-sns und wieder andavlei-zns (und fogar vlizjan), faír-zna, selbst sáizlèp (J. 11, 11; vgl. 1 C. 15, 6), fvartizl gegen skôh-sl, fvumf-sl; akv-izi, juk-uzi, ub-izva, izvis, azêts, háitaza, fökjaza; später in r übergehend in thizôs, thizô, ïzê, -áizê, -áizô; razn, razda, gazds, huzd, mizdô, hazjan wis áufô, háusjan, dráus, káus, láus, vêsum (vas). Auch praízbytaír etc.

d) Die Klingenden (liquidae): †, A, N, M.

†, dem griech. o̟ entsprechend, wirkt, nach ï u. u stehend, deffen Brechung in aí u. aú (S. AI u. An). Es entspringt aus S, in ur-rinnan, ur-runs, ur-reifan, urrifts, ur-ráisjan, selbst ur-rikviza (1 C. 4, 6); dagegen blieb stehen usrumnôda (2 C. 6, 11 B.; vgl. L. 8, 24), wie es vor hr (ushrisjan, ushramjan) bleibt. In faírra und staúrran ist es verdoppelt (vgl. S.774), wie 11 (fulls neben fuls), nn, mm, dd (f. S. 778), tt (atta, fkatts), kk (fakkus, smakka).

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dem griech. & entsprechend, in alabalstraún (L. 7, 37) dem deutschen Munde gerecht gemacht (als wäre es aus ala und etwa balstr gebildet) oder verschrieben, da es leicht mit verwechselbar ist, fo dafs lange allbrunfts gelesen ward (wie allandjô, allvaldands, allfvêrei, allavaúrstva); eben fo alamannê (Sk. IV, 11) st. all mannê neben in alláim alamannam. Ob allh (L. 2, 46) st. alah (sonst alh)? Vgl. Mc. 15, 38 (als). 2 Th. 2, 4 (al). In Nauêl (Nwè) steht es ergänzend (f. d. f. N).

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N, dem griech. v entsprechend, fällt in feiteins (für finteins; vgl. Geifericus u. Genfericus) aus; auch in dôbnan (J. S.755)? vgl. Kuftanteinus (im Kalender), wie noch Koftanz (Koftnitz), Koblenz. Vgl. ftandan, stôth (stathan); thagkjan, thahta; tkugkjan, thuhta; briggan, brahta. In Norin (Nŋoi) u. Maílkin (Mɛλyì) tritt es hinzu (vgl. λ). · Es wird öfter mit Μ verwechselt (s. S. 773), doch heifst es stets balfan (L. 7, 37. 38. J. 11, 2. 12, 3).

M, dem griech. u entsprechend, auch in Mariam, während es in Bailiam (2 C. 6,15) wohl mit N verwechfelt ward (Bɛliav, Bɛliah, Bɛhıαg), wie öfter (f. S.773).

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